Waldbaden – Shinrin Yoku

„Shinrin Yoku ist wie eine Brücke. Indem es unsere Sinne öffnet, überbrückt
es die Kluft zwischen uns und der Natur.“

(Dr. Qing Li, aus seinem Buch „Die wertvolle Medizin des Waldes“)

Waldbaden kommt aus dem Japanischen und bedeutet so viel wie „Baden im Wald“.
Schaut man sich das Wort „Baden“ einmal genau an, findet man schnell heraus, für was Waldbaden steht.

Baden, bedeutet säubern, erhellen und heilen. Im herkömmlichen Sinne wird das durch Wasser erreicht. Im Wald wird das durch die Waldatmosphäre mit ihren Botenstoffen in der Luft und in der Erde erreicht, indem wir diese mit allen Sinnen wahrnehmen. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen diese Behauptungen.

Diese Botenstoffe können

  • deine Nase und Lunge von Staub und Schmutz reinigen und befreien,
  • deine Gedanken wieder klar, offen und frei werden lassen und
  • heilen: z. B. Stress reduzieren, Blutdruck senken, Immunsystem stärken, Herz-Kreislauf-System stärken, Schlafqualität und Schlafdauer erhöhen, um nur ein paar positive Effekte zu nennen.

Um die Wirkungen eines herkömmlichen Bades zu erhalten, braucht man Zeit, so ist das auch beim Waldbaden. Je länger, desto besser. Je länger wir uns in der guten Waldatmosphäre aufhalten, umso mehr nehmen wir die gesunden Stoffe auf.

Waldbaden ist also ein ausgiebiger Aufenthalt im Wald, der unserer mentalen und körperlichen Gesundheit guttut.

Bereits seit den 1980er Jahren wird Waldbaden in Japan wissenschaftlich erforscht. Der bekannteste Vertreter der japanischen Waldbaden-Forschung ist Dr. Qing Li von der Nippon Medical School in Tokio. Er ist Präsident der japanischen Gesellschaft für Wald-Medizin und hat zahlreiche Studien zu den Auswirkungen von Waldbaden durchgeführt (siehe „Die wertvolle Medizin des Waldes“). In Japan ist man schon so weit, dass man einen Waldbaden-Kurs auf Rezept erhalten kann.

Warum sich nicht also ab und zu etwas Gutes tun und einen Waldbaden-Kurs besuchen – mit oder ohne Hund.

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